Mietrendite berechnen
Der Mietrendite Rechner ermittelt aus Kaufpreis, Kaltmiete und Eigentümerkosten die Brutto- und Nettomietrendite einer Wohnung, ohne Finanzierung.
Ergebnis mit Beispielwerten
Eingaben anpassen- Bruttomietrendite
- 4,32 %
- Jahreskaltmiete / Kaufpreis
- Nettomietrendite
- 3,58 %
- Reinertrag / (Kaufpreis + Nebenkosten)
- Kaufpreisfaktor
- 23,1
- Kaufpreis als Vielfaches der Jahreskaltmiete
- Gesamtinvestition
- 275.000 €
- davon 25.000 € Nebenkosten
- Reinertrag
- 9.840 € / Jahr
- Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten
Was von der Miete bleibt
Von 10.800 € Jahreskaltmiete gehen 9 % in Kosten, die Sie nicht auf die Mieter umlegen können.
Jahreskaltmiete
- Nicht umlagefähige Kosten
- 960 € / Jahr
- Reinertrag
- 9.840 € / Jahr
Vereinfachte Rechnung vor Steuern, ohne Mietsteigerung, Leerstand und Wertentwicklung. Keine Anlageberatung.
Nettomietrendite3,58 %
Zum ErgebnisWelche Eingaben braucht der Mietrendite Rechner?
Für die Mietrendite genügen vier Werte: Kaufpreis, Kaufnebenkosten in Prozent, monatliche Kaltmiete und die nicht umlagefähigen Kosten pro Monat.
- Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (z. B. Nordrhein-Westfalen), dazu rund 1,5 bis 2 % für Notar und Grundbuch und gegebenenfalls ein Makleranteil.
- Kaltmiete: die Nettokaltmiete laut Mietvertrag oder Mietspiegel.
- Nicht umlagefähige Kosten: Verwaltung und Instandhaltungsrücklage, die laut Betriebskostenverordnung nicht auf den Mieter umgelegt werden dürfen.
Bruttomietrendite
Die Bruttomietrendite ist die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis und dient als schneller Filter beim Vergleich von Wohnungsangeboten.
Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100
Beispiel: 900 € Kaltmiete ergeben 10.800 € im Jahr. Bei 250.000 € Kaufpreis beträgt die Bruttomietrendite 4,32 %.
Nettomietrendite
Die Nettomietrendite berücksichtigt Kaufnebenkosten und laufende Eigentümerkosten und zeigt deshalb den realistischeren Ertrag einer vermieteten Wohnung.
Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten) / (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100
Beispiel: (10.800 € − 960 €) / 275.000 € = 3,58 %.
Rendite einer Wohnung berechnen
Um die Rendite einer Wohnung zu berechnen, tragen Sie Kaufpreis, Nebenkosten, Kaltmiete und Eigentümerkosten oben ein; der Rechner zeigt Brutto- und Nettomietrendite sofort.
- Kaufpreis aus dem Exposé übernehmen.
- Kaufnebenkosten eintragen: je nach Bundesland und Makler etwa 5 bis 12 %.
- Nettokaltmiete pro Monat eintragen, bei Leerstand die ortsübliche Miete.
- Verwaltung und Rücklage pro Monat schätzen; das Hausgeld der Eigentümergemeinschaft weist den nicht umlagefähigen Anteil aus.
Mit Finanzierung ändert sich das Bild: Wie Kreditrate, Cashflow und Eigenkapitalrendite zusammenhängen, zeigt der Immobilien Rendite Rechner.
Was ist eine gute Mietrendite?
Eine Nettomietrendite gilt als gut, wenn sie spürbar über dem aktuellen Kreditzins liegt, weil die Wohnung dann einen Teil der Finanzierung selbst trägt.
Der Kaufpreisfaktor hilft bei der Einordnung: Ein Faktor von 20 entspricht 5 % Bruttomietrendite, ein Faktor von 25 nur noch 4 %. Hohe Faktoren setzen auf Wertsteigerung statt auf laufenden Ertrag.
Grenzen des Modells
Die Mietrendite beschreibt nur das Verhältnis von Miete zu Preis und blendet Finanzierung, Steuern und Wertentwicklung aus.
- Keine Kreditkosten: Für Cashflow und Eigenkapitalrendite den Immobilien Rendite Rechner nutzen.
- Keine Steuern, keine Mietsteigerung, kein Leerstand.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Mietrendite?
Die Bruttomietrendite ist die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100. Für die Nettomietrendite werden nicht umlagefähige Kosten von der Miete abgezogen und die Kaufnebenkosten zum Kaufpreis addiert.
Was ist eine gute Mietrendite?
Eine Nettomietrendite ab etwa 4 Prozent gilt als solide, wenn sie über dem Kreditzins liegt. In begehrten Großstadtlagen liegen die Renditen oft darunter, in ländlichen Regionen darüber, bei höherem Leerstandsrisiko.
Zählt die Warmmiete für die Mietrendite?
Nein. Die Rechnung nutzt die Nettokaltmiete. Umlagefähige Betriebskosten zahlt der Mieter durch, sie sind für den Vermieter ein durchlaufender Posten und kein Ertrag.
Stand: · Quellen: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG), Betriebskostenverordnung (BetrKV)