Aktienstrategie: vier Ansätze im Vergleich
ETF, Dividendenaktien und Value Investing unterscheiden sich in Zeit, Kosten, Streuung und Ausschüttung.
Die vier Ansätze lassen sich nach Zeitaufwand, Kosten, Streuung und Ausschüttung sortieren. Keiner passt auf jedes Ziel.
ETF
Wer wenig Zeit für Einzelanalysen hat, streut mit einem Indexfonds über viele Unternehmen. Der MSCI World umfasst große und mittelgroße Titel aus 23 Industrieländern, rund 1.300 Stück.
Die jährliche Gesamtkostenquote breiter Aktien-ETFs liegt oft unter 0,5 Prozent. iShares, eine Marke von BlackRock, ist der größte Anbieter. Details zur Abbildung stehen auf der ETF-Seite.
iShares MSCI World ETF
- Zeitaufwand: niedrig
- Gebühren: niedrig
- Risikostreuung: hoch
- Ausschüttung: je nach Anteilsklasse thesaurierend oder ausschüttend
Dividendenaktien
Hier zählt die Ausschüttung stärker als der Kursverlauf. Regelmäßige Dividenden erzeugen einen Zahlungsstrom, ohne dass der Bestand verkauft wird.
Die Kriterien und die engen Dividendenfonds auf den DAX stehen unter Dividendenaktien. Christian W. Röhl sammelt dazu seit Jahren Beispiele auf Dividendenadel.de.
- Zeitaufwand: niedrig
- Gebühren: niedrig, plus der Spread beim Kauf
- Risikostreuung: mittel, sobald mehrere Firmen im Depot liegen
- Ausschüttung: hoch, wenn die Firmen zahlen
Value Investing
Der innere Wert wird geschätzt und mit dem Kurs verglichen. Liegt der Kurs deutlich darunter, kommt ein Kauf infrage. Warren Buffett ist der bekannte Vertreter; Berkshire Hathaway ist seine Beteiligungsgesellschaft. Die fünf Ansätze stehen auf der Seite Value Investing.
Berkshire Hathaway
- Zeitaufwand: hoch
- Gebühren: niedrig
- Risikostreuung: gering, solange nur wenige Firmen gekauft werden
- Ausschüttung: niedrig, Berkshire selbst zahlt keine Dividende
Stand: · Quellen: MSCI World Index, BlackRock: iShares